TOP DOWN BOTTOM UP

TOP DOWN BOTTOM UP – Ökonomisierung und Soziales

Ausstellungszeitraum 26.10. bis 14.12.2019
Ort Eigenheim Berlin, Kantstraße 28, Berlin Charlottenburg
Einreichfrist 30.08.2019

#abstiegsangst #leistungsgesellschaft #UnterMittelOberschicht #arbeit4.0 #effizienz #ungleichgewicht #schwimmenlernen #konkurenzkampf #yolo #sozialegerechtigkeit #biz

Wir suchen Ihre Arbeiten! Künstler/Innen und Künstlergruppen, bewerben Sie sich jetzt für die Teilnahme an der 4. Ausstellung von EIGENHEIM Weimar/Berlin im Rahmen des Jubiläums 100 JAHRE BAUHAUS in Berlin.

Das ökonomische Prinzip der Effizienz, ob nun unter der Betrachtung des Minimal- oder Maximalprinzips, findet Einzug in immer mehr sozialen Bereichen, sei es in der Bildung oder im Gesundheitswesen. In der Alltagssprache ist das Eindringen ökonomischen Denkens leicht erkennbar: der Patient wird zum Kunden, der Verwaltungsakt zur Dienstleistung und die Spende zum Sponsoring.

Zum einen durchdringt die Ökonomisierung auf diese Weise unsere Sozialsysteme und ist damit Grundlage für ein tiefgreifendes gesellschaftliches Ungleichgewicht; zum anderen ist diese Durchdringung Ursache für einen fragwürdigen Wertekanon – höher, schneller, weiter – Erfolg, Karriere, Aufstieg – das Leistungsprinzip als Leitbild hat sich in unseren Alltag eingenistet, generiert dauerwährend Erfolgsdruck und schürt Abstiegsängste. Diese führen wiederum zu Fremdenhass und Radikalisierung. Denn abhängig vom Erfolg erscheint die individuelle gesellschaftliche Stellung, und damit die Chance auf eine optimale Bildung, Gesundheit oder Altersvorsorge. Soziale Schichten werden maßgeblich durch den ökonomischen Erfolg des Einzelnen unterschieden.

Ähnlich identitätsstiftend wie Arbeit ist heutzutage nur Familie. Wir sind dahingehend in einer Abhängigkeitskette von Leistung und sozialem Zuspruch gefangen, welche große gesamtgesellschaftliche Störungen zur Folge hat. Aber gut, blicken wir in die Zukunft, scheinen sich umfangreiche Veränderungen auszumachen. Ein Wertewandel ist absehbar. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, daß in bereits 50 Jahren weniger als 10 Prozent der Bevölkerung ausreichen werden, um die benötigten Güter und Dienstleistungen bereitzustellen.

Ist dies nun utopisch oder dystopisch – blicken wir in eine Zukunft voller sozialer Gerechtigkeit oder sind die Konsequenzen für die sozialen wie ökonomischen Systeme so dramatisch das soziale Konflikte unvermeidlich scheinen? Sollten wir schon jetzt das Schwimmen lernen um oben zu bleiben? Ein weitreichendes und aktuell viel diskutiertes Thema, welches wir im Hinblick auf die Erforschung der Fragen des 21. Jahrhunderts in der Ausstellung Oben bleiben behandeln und diskutieren möchten.

 

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